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Eine Baumfällung kann nur das letzte Mittel sein, einen kranken oder die Sicherheit gefährdenden Baum zu beseitigen. Die Baumschutzsatzung der Gemeinde Schwielowsee regelt in § 5, ob Bäume in Ausnahmefällen gefällt werden dürfen.

Der Textbebauungsplan für Wildpark-West regelt in Punkt 1.1 den schonenden Umgang mit Baumbestand bei Baumaßnahmen. Damit soll ermöglicht werden, den Baumbestand zu schonen und bei einer Bebauung den Verlust einzelner Bäume gering zu halten. Dabei gilt es zu beachten, dass einzelne Flurstücke im Landschaftsschutzgebiet "Potsdamer Wald- und Havelseengebiet" liegen, siehe Punkt 2.2.1 und 2.4.1.

Bei einer bei der Gemeinde beantragten Fällgenehmigung sind auch naturschutzrechtliche und Vorschriften des Artenschutzes zu beachten. Bäume mit Tierbesatz (Vogelnester, Eichhörnchenkobel, Fledermaushöhlungen o.ä.) unterliegen besonderen Bestimmungen, die beachtet werden müssen, siehe z.B. auch Bundesnaturschutzgesetz.

 

Fällen, solange es nach Recht und Gesetz beantragt, genehmigt und anschließend vorgenommen wird, gehört zum Leben in einer Waldsiedlung.  Die BI fordert, dass die Gemeinde diese Aufgabe entsprechend geltender Gesetze, Verordnungen, Verwaltungs-verfahrensvorschriften und anderer bindender Regeln verantwortungsbewusst und nachvollziehbar wahrnimmt.

Die Rechtsprechung, als Schärfung der bestehenden Gesetze, besagt mittlerweile, dass Versicherungen bei Schäden am eigenen oder fremden Eigentum also auch bei Nachbarn oder dem öffentlichen Raum durch Bäume auf privaten Grundstücken nur dann den vollen Betrag zahlen, wenn der Eigentümer regelmäßig nachweislich eine Baumschau hat vornehmen lassen. Das heisst aber im Umkehrschluss nicht, dass jeder Baum eine Gefahr darstellt und weg muss!

 

Die Baumschutzsatzung der Gemeinde Schwielowsee regelt eindeutig, wie zu verfahren ist, wenn ein Baum gefällt werden muss.

§ 6 Antrag auf Erteilung der Genehmigung
(1) Ausnahmen nach § 5 sind bei der Gemeinde schriftlich unter Angabe der Gründe zu beantragen. Dem Antrag ist ein Bestandsplan mit Lichtbildern beizufügen, aus dem die auf dem Grundstück befindlichen geschützten Landschaftsbestandteile nach Standort, Art, Höhe, Stammumfang, Kronenradius ersichtlich sind. Die Gemeinde kann die Beibringung eines Vitalitätszustands- oder Standsicherheits-gutachtens für den zu beseitigen Schutzgegenstand verlangen. Nutzungsberechtigte haben die Zustimmung des Eigentümers zum Antrag nachzuweisen.

 

Wichtig dabei ist die Einreichung vollständiger Unterlagen, da sonst die Gemeindemitarbeiter den Antrag nicht bearbeiten können.

Das entsprechende Formular finden Sie hier. Hinweise zur Antragstellung finden Sie hier.

 

Die Bürgerinitiative empfiehlt, sich vor der Beantragung einer Fällgenehmigung mit einem externen Sachverständigen zu beraten.

 

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