Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Zur Geschichte des Waldes von Wildpark-West

von 1802 bis 1926

 

–  1802  Das Gebiet des Gallin  auf einer Karte von 1802 zeigt nur Felder und Äcker sowie Wiesen und Weideland.                                                                                 (1. Aufl. S. 212; 2. Aufl. S. 219)

–  1864  Das Königshaus erwarb den Gallin (Wildpark-West) von der Potsdamer Fleischer-Innung im Jahr 1864  als ´persönliches´ Eigentum. Es war kein Staatsbesitz. Der Gallin war zu dieser Zeit kein Waldgebiet, sondern es war Weideland, Wiesenland. Nach den Plänen von Hermann Ludwig Sello, beauftragt vom Kronprinzenpaar Friedrich und Victoria, sollte ein königlicher ´Gutsgarten´ mit Feldern und Ackerflächen entstehen. Mit zahlreichen Gräben und Kanälen sowie kleinen Seen sollte das Gelände trockengelegt werden.

                                                                               (1. Aufl. S. 233 ff; 2. Aufl. S. 240 ff)

 

–   1872   Ein Plan des Hofgärtners Hermann Sello zeigt Obst- und Gemüsegärten mit anschließenden Weiden und Wiesen.                                                                                    (1. Aufl. S. 238; 2. Aufl. S. 243)

 

–  1878  Der Gallin wurde dem Krongut Bornstedt angegliedert, das vom Kronprinzenpaar bewirtschaftet wurde.                                                                                                (1. Aufl. S. 237; 2. Aufl. S. 245 ff) 

 

–  ca. um 1885:  Die Pläne des Hermann Ludwig Sello für einen Gutsgarten (z. B. Obstplantagen und Gemüseanbau) wurden nicht verwirklicht. Mit Beginn der achtziger Jahre des 19. Jahrhunderts wurde auf dem Gallin ein Forst angelegt. Er war als Erweiterung des Jagdgebietes Wildpark (eingezäunt seit 1842) bis zum Ufer der Havel vorgesehen. Die Aufforstungsaktivitäten dauerten bis um 1910 bzw.stoppten wohl erst beim Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Baumschulen wurden auf dem Gallin angelegt, vor allem für Kiefern, Birken und Eichen (siehe Karte von 1901)     (1. Aufl. S. 245 ff; S. 506;  2. Aufl. S. 254 ff; S. 520)  

–   Die wichtigen Alleen als Zugang zum Vorwerk Gallin:

                              1. Königspromenade (Waidmannspromenade) ab 1854 mit vier Reihen

                                  Eichen angelegt, zum Galliner Damm und nach Golm.  Die Allee ist heute komplett zerstört.

                              2. Eichenallee, etwa 1905 mit zwei Reihen Eichen angelegt (alte Bez.  Weg von Bornstädt nach dem Vorwerk, heute

                                  Fuchsweg) in Richtung  Kuhfort/Bornstedt. Die Allee ist heute noch recht gut erhalten.

                              3. Pappelallee (Schweizer Str.) etwa im Jahr 1916 /19 mit zwei Reihen  Pappeln angelegt als neue Verbindung zum

                                  Galliner Damm bzw. nach Golm. Die Allee ist heute nicht mehr zu erkennen.

                              4. Kastanienallee (Amselweg), etwa im Jahr 1916 / 19 mit zwei Reihen Kastanien angelegt als Verbindung zum Wegestern

                                  auf dem Kienwerder bzw. zum Forsthaus am  ´Alten Entenfang See´. Die Allee ist heute verhältnismäßig gut erhalten.

 

–   Die Karte von 1899 (Wasserkarte der Havel, Ausschnitt, des Wasser- und Schiffahrtsamt der Stadt  Brandenburg von 1899) zeigt nur die bis dahin mit einem Mischwald aufgeforsteten Bereiche Quelle: Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt BrandenburgQuelle: Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Brandenburgsüdlich des Vorwerks zwischen Amselweg (Kastanienallee) und Fuchsweg (Eichenallee) und im Bereich der Wege ´Am Wasserwerk´ und ´Am Teich´.

 

–  Die Darstellungen einer Karte vom Jahr 1901 und einer Zeichnung von 1926 zeigt die vier wichtigen Alleen. Die Straße nach Geltow entstand im Jahr 1839. Die Grenze des Gallin (bzw. von Wildpark-West) befindet sich am Pumpwerk. Alle Gebiete südlich davon gehörten schon immer zu Geltow, auch der Werdersche Damm.     

 

–  1926 wurde der Gallin vermessen, um die Größe eines zur Besiedlung vorgesehenen Gebietes im Überblick zur Verfügung zu haben. Das Haus Hohenzollern hatte in diesem Jahr ihr ´Persönliches Eigentum´ zurückerhalten (fälschliche Bezeichnung: Fürstenentschädigung). Da die Flächen zu groß waren, mußten die Hohenzollern diesen Teil ihres Grundbesitzes für Besiedlungszwecke zur Verfügung stellen.     

 

–   1928 Der allererste Plan einer Siedlung zeigt eine vollständige Bebauung und anstelle von ´Gallin´ taucht erstmals der Name ´Wildpark-West´auf.     

 

 

 

 

 

 

Blick auf die Geschichte der Waldsiedlung Wildpark-West aus "Wildpark-West a.d. Havel Die Geschichte der Wiese Gallin"

von Marianna v. Klinski-Wetzel/ Gerhard Mieth, 1. Auflage 2007, 2. Auflage 2008 (beide vergriffen)

Cookie-Regelung

Diese Website verwendet Cookies, zum Speichern von Informationen auf Ihrem Computer.

Stimmen Sie dem zu?